Im April wurden die Stützen aufgestellt und die Wände montiert

Der Spatenstich im Dezember 2013 gab den Auftakt, am 20. Januar 2014 begannen die Arbeiten auf dem Gelände im Industriepark Schwerin. Zunächst wurden die Schächte gesetzt und die Versorgungsleitungen gelegt, im März dann die ersten Schalungs- und Bewehrungsarbeiten ausgeführt sowie Teile der Bodenplatte der Halle mit Beton vergossen. Seit dem 7. April nimmt die 8.000 Quadratmeter große Halle nun Form an. Zunächst wurden etwa zehn Meter lange Stützen angeliefert, die quasi das Gerüst für die Halle bilden. Insgesamt werden 27 Stützen aufgestellt und an diesen die Wände montiert. Zukünftig wird in dieser Halle der Bioabfall angeliefert und für den Vergärungsprozess vorbereitet. Herzstück der Anlage ist jedoch der 30 Meter lange Fermenter. Die darin befindliche, fast ebenso lange Welle wird Anfang Juli geliefert und eingebaut. Sie hält den Bioabfall ständig in Bewegung. Etwa sechs Wochen bleibt dieser im Fermenter und vergärt. Die Bioabfallvergärung ist ein natürlicher Prozess, bei dem Mikroorganismen unter Luftabschluss die Bioabfälle abbauen. Dabei setzen sie Methan und Kohlendioxid frei, die Hauptkomponenten des Biogases. In einem Blockheizkraftwerk wird das Biogas dann in Strom und Wärme umgewandelt. Ein Teil der gewonnenen Energie wird wieder für den Betrieb der Anlage eingesetzt, der Rest wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Die entstehende Wärme wird zum Beheizen des Fermenters und des Büro- und Sozialgebäudes genutzt.