„Bevor der Fermenter mit Bioabfall gefüllt werden kann, muss eine Dichtigkeitsprüfung durchgeführt werden. Da unser Baustellengelände noch nicht an das Wasserversorgungsnetz angeschlossen ist, mussten wir eine andere Lösung finden“, erläutert SAS-Geschäftsführer Matthias Dankert die Ausgangssituation.
Hilfe bekamen sie von der Freiwilligen Feuerwehr Schlossgarten, die auch im Notfall für das Gelände der SAS zuständig ist. Das Team um Wehrführer Marian Lehmann legte Schläuche mit einer Gesamtlänge von 1,8 Kilometern vom Hydranten in der Ludwig-Bölkow-Straße bis hin zur Bioabfallverwertungsanlage. Mit mehreren Pumpen wurde der Wasserfluss gewährleistet. „Das war für uns auch eine Herausforderung. Wir haben in unseren Einsätzen noch nie auf diese Entfernung Wasser pumpen müssen“, so Marian Lehmann.
Insgesamt 700 Kubikmeter Wasser waren notwendig, um den Fermenter bis zu einer Höhe von 3,50 Meter zu füllen (Foto links). Pro Minute schafften die Pumpen knapp 1.000 Liter, also fast einen Kubikmeter. An drei Tagen waren die Feuerwehrleute dafür im Industriepark im Einsatz. „Ich möchte mich beim gesamten Team der Freiwilligen Feuerwehr Schlossgarten bedanken, dass diese doch eher ungewöhnliche Aktion so reibungslos geklappt hat“, so der SAS-Geschäftsführer. Nach Abschluss der Dichtigkeitsprüfung rückten die Kameraden nochmal an, denn das gesamte Wasser musste aus dem Fermenter wieder heraus. Ein Teil davon wurde in den Brauchwasserspeicher auf der Baustelle gefüllt sowie für die Dichtigkeitsprüfung des Gärrestspeichers verwendet. Der Rest wurde in das Regenrückhaltebecken eingeleitet.