Im Kurvenbereich in der Großen Wasserstraße ist es eng. Wird dann noch falsch geparkt, kommen die SAS-Fahrzeuge nicht mehr durch

Ob in der Hospitalstraße, der Großen Wasserstraße oder am E-Werk, schon für PKWs ist das Durchkommen hier oft eine Frage von wenigen Zentimetern. An Tagen der Abfallentsorgung muss hier dann auch das Fahrzeug der SAS hindurch. „Wenn Halte- und Parkverbote nicht eingehalten werden, kommen unsere Fahrzeuge nicht weiter. Oftmals ist dann auch das Rückwärtsfahren nicht mehr möglich, sodass die entsprechenden PKWs abgeschleppt werden müssen. Dies führt zu Verzögerungen auf der Entsorgungsroute. Das Nachsehen haben dann die Anwohner, die oftmals  mit Unmut  reagieren, wenn der Abfall nicht entsorgt werden konnte“, erklärt SAS-Betriebsleiter Martin Schulze die Situation.
Der Einsatz von Abfallsammelfahrzeugen ist ohne Gefährdung von Personen und Sachen nur möglich, wenn die Straßen die sicherheitstechnischen Anforderungen erfüllen. Damit niemand zu Schaden kommt, ist ein Sicherheitsabstand von mindestens 50 Zentimetern auf beiden Seiten des Fahrzeuges vorgeschrieben. Vor allem in Wohngebieten stoßen die Abfallfahrzeuge da an ihre Grenzen. So gibt es aus Sicherheitsgründen Straßenzüge, die nicht befahren werden dürfen. Denn der Müll darf nur abgeholt werden, wenn die Zufahrt zu den Müllbehälterstellplätzen so angelegt ist, dass ein Rückwärtsfahren nicht erforderlich ist. Dies gilt laut den Vorgaben der Berufsgenossenschaft Verkehr bei allen Straßen, bei denen der Feststellungsbeschluss nach dem 1. Januar 1991 rechtskräftig wurde. Hier muss am Ende einer Sackgasse eine Wendeanlage für Dreiachs-Müllsammelfahrzeuge vorhanden sein. Gibt es diese nicht, darf die Straße nicht befahren werden. Die Tonnen müssen dann an der nächsten für das Sammelfahrzeug durchgehend befahrbaren Straße zur Abfuhr bereitgestellt werden.
Kann auf das Rückwärtsfahren nicht verzichtet werden, wie beispielsweise in einigen Bereichen der Schweriner Innenstadt, sind besondere Sicherheitsmaßnahmen zu beachten. Die Fahrzeuge für die Abfallsammlung haben einen Sonderbau, der das Sichtfeld für den Fahrer einschränkt. Deshalb darf nur rückwärts gefahren werden, wenn ein Mitarbeiter die Einweisung übernimmt. Er gibt den Weg vor und achtet darauf, dass sich niemand im Gefahrenbereich rund um das Fahrzeug aufhält. Die zurückzulegende Strecke darf dabei nicht länger als 150 Meter sein.