Die SAS-Geschäftsführer Matthias Hartung (li) und Matthias Dankert können sich gar nicht entscheiden, welcher der von Lilly Kutta gezeichneten Heinis am besten aussieht

Heini ist klein, etwas rundlich und sieht fast aus wie ein Kartoffelmännchen. Erschaffen wurde er von der 12-jährigen Lilly Kutta. Vor zwei Jahren suchte sie ein Bild für ihre Oma, und da sie nicht fündig wurde, fing sie selbst an zu malen. Heraus kam Heini. „Den Namen dafür habe ich mir einfach ausgedacht“, so die Schülerin. Immer wieder suchte sie nach neuen Ideen, was Heini alles machen und erleben konnte und malte los. So stört er sich am Weckerklingeln, hält einen Fußball vor dem Tor auf, geht baden oder freut sich mit einer Hähnchenkeule in der Hand auf das Mittagessen. Mittlerweile sind fast 30 Heinis entstanden. Einige von ihnen veröffentlichte Lilly Kutta in einem eigenen Blog im Internet.
Im Februar 2014 saßen Mitarbeiter und Geschäftsführer der SAS bei einem Workshop zusammen. Gemeinsam wollten sie Ideen entwickeln, wie man die Schweriner dafür gewinnen kann, noch mehr Bioabfall zu sammeln. „Derzeit befinden sich im Restmüll etwa 40 Prozent an Abfall, der eigentlich in die Biotonne gehört“, erklärt SAS-Geschäftsführer Matthias Hartung. „Wenn dieser richtig in der Biotonne entsorgt wird, können wir in unserer gerade im Bau befindlichen Bioabfallverwertungsanlage daraus völlig klimaneutral Strom und Wärme erzeugen.“

Maskottchen als Sympathieträger

Ziel ist es, bereits Schüler an das Thema Bioabfall heranzuführen. So kam im Workshop die Idee, ein Maskottchen zu erschaffen. „Diese Figur soll unterhaltsam die Informationen des Unternehmens transportieren. Sie soll sympathisch und vertrauensvoll auf die Notwendigkeit der Bioabfallsammlung hinweisen und gleichzeitig aufklären“, erläuterte SAS-Geschäftsführer Matthias Dankert seine Vorstellungen. Als die beiden Geschäftsführer von dem gemalten Heini erfuhren, waren sie sofort begeistert. „Wir wollen mit unserem Maskottchen junge Leute ansprechen. Mit Heini haben wir eine Figur, die von einem 12-jährigen Mädchen geschaffen wurde und deshalb sicher auch viele andere Kinder und Jugendliche ansprechen wird“, sagt Matthias Hartung.
So wird Heini zukünftig immer dann in Aktion treten, wenn es darum geht, einfach und spielerisch über die richtige Entsorgung von Bananenschalen, Grünschnitt oder Brotresten zu informieren.
Die Bioabfallverwertungsanlage geht zum 1. Januar 2015 in Betrieb. Die SAS ist dann ebenfalls für die Sammlung des Bioabfalls zuständig. Deshalb werden Ende des Jahres die bestehenden Braunen Tonnen ausgewechselt. Derzeit laufen die Absprachen, ob die neuen Tonnen mit Heini verziert werden. Vielleicht fährt zukünftig auch ein Abfallfahrzeug durch die Stadt, auf dem das Maskottchen zu sehen sein wird.
Dass ihr Heini jetzt groß rauskommt, kann sich seine Erfinderin Lilly Kutta noch nicht so richtig vorstellen. Aber toll findet sie es schon.