SAS gibt wertvolle Tipps zum Sparen

SAS Betriebsleiter Martin Schulze Foto: maxpress/at

Schwerin • Geschenkpapier, Weihnachtsdeko, Silvesterknaller und Essensverpackungen: Speziell nach den Feiertagen fällt im neuen Jahr viel Restmüll an. Doch die grauen Mülltonnen dürfen nicht zu voll werden. Martin Schulze ist Betriebsleiter der Schweriner Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungsgesellschaft (SAS). Er weiß, wie sich Eigentümer behelfen können.

hauspost: Wie sollten Grundstückseigentümer oder die beauftragte Hausverwaltung die Größe der benötigten Restmülltonne ermitteln?
Martin Schulze: Laut Paragraph 9 der Hausmüllentsorgungssatzung gilt als Richtwert für die Ermittlung des Behältervolumens auf einem bewohnten Grundstück eine durchschnittliche wöchentliche Abfallmenge von 20 Liter je Einwohner. Für einen 4-Personen-Haushalt ergibt sich daraus eine Restmülltonne mit einem Fassungsvermögen von 80 Liter bei einer wöchentlichen Entleerung. Soll die Restmülltonne nur alle 14 Tage entsorgt werden, so muss eine größere Tonne bestellt werden. Die Anmeldung zum Anschluss an die öffentliche Abfallentsorgung und die Bestellung der Restmülltonne erfolgt über den städtischen Eigenbetrieb Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS).

hauspost: Wie können Grundstückseigentümer oder die Hausverwaltung reagieren, wenn zeitweise mehr Müll angefallen ist?
Martin Schulze: Wenn mehr Müll angefallen ist, wie zum Beispiel nach Feiertagen oder bei der Renovierung der Wohnung, können außer der eigenen Restmülltonne zusätzlich blaue Müllsäcke der SAS zur Abholung bereitgestellt werden. Diese blauen Abfallsäcke (Volumen 100 Liter) mit dem Aufdruck „Müllsack SAS“ können für 2,73 Euro im SAS-Kundenservice in der Ludwigsluster Chaussee 72 oder im Kundencenter im Stadthaus gekauft werden. Nur diese Säcke werden auch entsorgt. Mit dem Kauf bezahlen Kunden auch gleich die Entsorgung mit. Andere blaue Säcke, beispielsweise aus dem Supermarkt, werden nicht mitgenommen.

hauspost: Wann ist die Restmülltonne zu voll, beziehungsweise wann würden SAS-Mitarbeiter die Tonne nicht mehr leeren?
Martin Schulze: Auch das ist in der Hausmüllentsorgungssatzung festgelegt. Entsprechend Paragraph 11 sind „Abfallbehälter nur soweit zu befüllen, dass sich der Deckel des Behälters schließen lässt“. Außerdem dürfen die Tonnen auch bestimmte Gewichte nicht überschreiten. Eine gefüllte 80 Liter Tonne darf zum Beispiel nur ein Maximalgewicht von 50 Kilogramm haben.

hauspost: Nehmen die SAS-Mitarbeiter den Müll wirklich nicht mit, wenn der Deckel nicht geschlossen ist?
Martin Schulze: Das machen wir schon. Die überfüllten Mülltonnen werden jedoch von unseren Mitarbeitern notiert. Wir geben die Daten dann an den SDS weiter. Dieser Eigenbetrieb der Landeshauptstadt ist für die Erstellung der Gebührenbescheide zuständig. Die Mitarbeiter des SDS führen regelmäßig Kontrollen durch. Falls Mülltonnen dauerhaft überfüllt sind, kann das dazu führen, dass der Rhythmus der Entleerung geändert wird oder eine größere Mülltonne zu bestellen ist. Beides ist für den Grundstückseigentümer mit höheren Kosten für die Abfallentsorgung verbunden.

hauspost: Welche Tipps können Sie geben, um den Restmüll so gering wie möglich zu halten?
Martin Schulze: Wenn der anfallende Müll im Haushalt getrennt wird, führt das automatisch zu einer geringeren Restmüllmenge. Es gibt die Papiertonne für anfallendes Altpapier, die Biotonne für organische Küchen- oder Gartenabfälle und die gelbe Tonne oder den gelben Sack für die sogenannten Leichtverpackungen (Verpackungen aus Kunststoff wie zum Beispiel Joghurt- oder Quarkbecher). Eine strikte Mülltrennung schont die Umwelt und führt die Wertstoffe einer sinnvollen Wiederverwertung zu. Schon beim Einkauf kann darauf geachtet werden, dass unnötige Verpackungen entweder im Geschäft gelassen oder gar nicht erst gekauft werden.

Die Deckel der Mülltonnen müssen schließen, sonst gibt es Probleme bei der Abfuhr. Verstöße werden dokumentiert und an die SAS weitergeleitet. Fotos: SAS