Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow und die SAS-Geschäftsführer Matthias Dankert und Matthias Hartung (re.) verzierten beim Baustellenfest die braune Tonne mit dem neuen SAS-Maskottchen

Sie informierten sich über den aktuellen Baustand und die nachhaltige Energiegewinnung durch Bioabfall. 222 Tage Bauzeit sind geschafft, im Oktober erfolgt die Kaltinbetriebnahme als erster Probelauf.
„Unser erklärtes Ziel ist die klimagerechte Stadt. Bis zum Jahr 2050 soll die CO2-Neutralität der Landeshauptstadt erreicht sein”, so Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow auf dem Baustellenfest der SAS. „Der Bau dieser hochmodernen Bioabfallverwertungsanlage ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Hier kann zukünftig der gesamte Bioabfall der Landeshauptstadt klimaneutral in  Strom, Wärme und Kompost verwandelt werden. Die SAS zeigt damit, dass kommunale Unternehmen mit innovativen Lösungen für die klimaschonende Verwertung von Bioabfall eine Vorreiterrolle bei der Energiewende und der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes der Landeshauptstadt übernehmen.“
Mit modernster Technik können in der Bioabfallverwertungsanlage zukünftig etwa 18.000 Tonnen Bioabfall mittels Vergärung verarbeitet werden. Das dabei freigesetzte Biogas wird in einem Blockheizkraftwerk  in Strom und Wärme umgewandelt. Pro Jahr erzeugt die Anlage dann circa 2,6 Millionen Kilowattstunden Strom. Ein Teil der Energie wird für den Eigenbedarf der Anlage genutzt, der Rest wird in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist. Damit trägt die Anlage dazu bei, den Energiebedarf der Haushalte und Betriebe in der Landeshauptstadt Schwerin zu decken.
„Ob Kartoffelschalen, Kaffeesatz oder Grünschnitt, was die Schweriner Bürger als Abfall in der braunen Tonne entsorgen, ist für uns eine wichtige Ressource“, erklärt Matthias Hartung, Geschäftsführer der SAS. „So kann jeder ganz einfach mit der richtigen Abfall-entsorgung zum Schutz des Klimas beitragen.” Um die Bevölkerung für das Thema Bioabfall zu sensibilisieren, setzt die SAS auf die Unterstützung eines kleinen orangefarbenen Männchens - den Heini. Die Figur war eine Idee der 12-jährigen Lilly Kutta, die dem Heini nicht nur Namen sondern auch Aussehen gegeben hat. „Wir können uns auch gut vorstellen, dass das Maskottchen die neuen Biotonnen schmücken wird.” Mit der Inbetriebnahme der neuen Anlage zum 1. Januar 2015 übernimmt die SAS auch die Entleerung der Braunen Tonnen in der Landeshauptstadt. Deshalb werden diese zum Ende des Jahres in allen Schweriner Haushalten ausgetauscht. Gleichzeitig haben die Schweriner die Möglichkeit, eine größere Braune Tonne mit einem Fassungsvermögen von 240 Litern zu bestellen.