Jörg Pioreck, Betriebsleiter der Bioabfallverwertungsanlage, freut sich über die erfolgreiche Gesamtabnahme

Sicherheit auf dem Prüfstand

 Behörden gaben nach Gesamtabnahme den bestimmungsgemäßen Betrieb der Abfallanlage frei

Die Errichtung und der Betrieb einer Bioabfallverwertungsanlage bedarf laut Bundes-Immissionsschutzgesetz (BlmSchG) einer Genehmigung. Dafür fand am 16. Juli auf der Anlage der SAS im Industriepark die behördliche Gesamtabnahme statt. Die beteiligten Behörden bestätigten die Einhaltung der vorgegeben Auflagen und stimmten der Aufnahme des bestimmungsgemäßen Betriebes zu.

Um dies zu erreichen, bedurfte es jedoch monatelanger Vorarbeit, denn das „Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge“ wie die volle Bezeichnung des BImSchG eigentlich lautet, enthält umfassende Vorgaben zum Schutz von Menschen, Tieren, Pflanzen, Böden, Wasser, der Atmosphäre und Kulturgütern. Außerdem muss eine sicherheitstechnische Abnahme vorliegen.

Sicherheit hat höchste Priorität

Diese kann die SAS bereits seit Ende Juni vorweisen. Ein Sachverständigenbüro aus Rostock übernahm die Prüfung. Dabei wurde die Anlage vom Sachverständigen bis ins kleinste Detail unter die Lupe genommen, um festzustellen, ob der Betrieb der Anlage sicher ist und dabei der Stand der Technik eingehalten wird. Der Umfang der Prüfung erstreckte sich unter anderem auf die gastechnische, funktionale und elektrische Sicherheit sowie auf den Explosions- und Brandschutz. So wurden beispielsweise das Vorhandensein notwendiger Schutzeinrichtungen wie der Gaswarneinrichtung und der Not-Aus-Schalter kontrolliert. Wie wird die Energieversorgung bei einem Stromausfall gewährleistet? Erfolgte die Abstimmung mit der Feuerwehr? Sind die Mitarbeiter eingewiesen, wie sie sich im Alarmfall zu verhalten haben? All dies und noch viel viel mehr wollte der Prüfer wissen. Das Team der SAS war gut vorbereitet und so konnte die sicherheitstechnische Abnahme mit Erfolg abgeschlossen werden.
Diese ist ein wichtiger Bestandteil für die  Gesamtabnahme der Anlage. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass die Vertreter des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg sowie der weiteren beteiligten Behörden beim Rundgang durch die Bioabfallverwertungsanlage nichts mehr zu beanstanden hatten. Sie bestätigten dem Betreiber, also der SAS, dass alle gesetzlich vorgegebenen Auflagen erfüllt wurden und gaben den bestimmungsgemäßen Betrieb der Anlage frei.