Die Bewohner der Stichstraßen in der Barther Straße stellen ihre Tonnen am Entsorgungstag an die Einmündungen. Ein gefahrenloser Abtransport ist so gewährleistet

Diese Regelung gilt bei allen Straßen, bei denen der Feststellungsbeschluss nach dem 1. Januar 1991 rechtskräftig wurde. Hier muss am Ende einer Sackgasse eine Wendeanlage für Abfallfahrzeuge vorhanden sein. Gibt es diese nicht, darf die Straße nicht befahren werden. Die Tonnen und gelben Säcke müssen in diesem Fall an der nächsten für das Sammelfahrzeug erreichbaren Straße bereitgestellt werden.
In der Praxis wird dies bereits unter anderem in der Barther Straße in Lankow sowie am Ratsteich so gehandhabt. Ab September greift die Regelung nun auch in Friedrichsthal. Vor allem Grundstücks-eigentümer entlang der Stichstraßen in der Alt Meteler Straße, der Pingelshäger Straße, der Brüsewitzer Straße und dem Lützower Ring sind betroffen. Sie müssen ihre Tonnen nun zu festgelegten Übergabepunkten bringen, die für Entsorgungsfahrzeuge problemlos befahrbar sind. In den Bebauungsplänen für dieses Gebiet sind diese genau festgesetzt.
„Wir können verstehen, dass der Unmut über die neue Situation in Friedrichsthal groß ist“, so SAS-Geschäftsführer Matthias Hartung. „Für uns hat die Sicherheit der Anwohner und unserer Mitarbeiter aber höchste Priorität, sodass wir auf die Einhaltung dieser Vorschrift drängen müssen.“ Hinzu kommt, dass Verstöße dagegen eine Ordnungswidrigkeit darstellen und dass Entsorgungsunternehmen bei Nichteinhaltung mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro rechnen müssen.