Den toten Winkel hinter dem Entsorgungsfahrzeug kann der Fahrer von seinem Platz aus nicht einsehen

„Wir werden auf unserer Tour in Friedrichsthal jetzt oft angesprochen, warum wir hier nicht mehr rückwärtsfahren wollen“, so Siegfried Möller. „Dann erklären wir, dass das nichts mit ‚wollen‘ zu tun hat, sondern es sich um eine gesetzliche Vorgabe handelt, die vor allem der Sicherheit der Anwohner dient. Es gibt einen großen Bereich hinter dem Fahrzeug, den ich mit den Rückspiegeln nicht einsehen kann. Die im Fahrzeug befindliche Kamera ist kein Hilfsmittel zum Rückwärtsfahren, sondern zeigt mir nur den Bereich des Fahrzeuges, an dem die Tonnen abgekippt werden. Außerdem sind gerade in Friedrichsthal die Stichstraßen oft leicht angewinkelt und Hecken behindern das Sichtfeld, sodass ich nur schlecht den Weg nach hinten einsehen kann. Hinzu kommt, dass in diesem Wohngebiet viele Kinder leben. Wenn ich einen Ball sehe, trete ich immer sofort auf die Bremse, denn meist läuft ein Kind hinterher. Doch was ist, wenn mir der Blick auf den vorbeirollenden Ball entgeht, weil ich gerade in den anderen Rückspiegel geschaut habe? Ich möchte nicht in die Situation kommen, dass durch mein Fahrzeug ein Mensch zu Schaden kommt. Mit der Einhaltung der neuen Vorgabe können wir solche gefährlichen Unfallsituationen vermeiden.“