Ein Handkehrer fegt Schmutz vom Rand zur Straßenmitte

Vertrag mit der Stadt macht Ausnahmen

Manuelle und maschinelle Reinigung in beparkten Straßen

Parkplätze sind in der Schweriner Innenstadt rar. Daher dürfen Autos in vielen Straßen am Rand abgestellt werden. Probleme macht das bei der maschinellen Reinigung von Fahrbahn und Rinnstein. Mit der Hand fegen muss die SAS allerdings laut Festlegung der Stadt nicht überall.

„Der Vertrag zwischen der Landeshauptstadt und der SAS über die Erfüllung von abfall- und straßenrechtlichen Pflichten enthält eine Liste, in der von der Stadt damals genau festgelegt wurde, welche Straßen wir nur mit der Kehrmaschine fegen sollen und in welchen zusätzlich jemand mit einem Besen zwischen den parkenden Wagen den Schmutz aus dem Rinnstein holt”, erklärt SAS-Betriebsleiter Martin Schulze. Nach welchen Kriterien die Auswahl getroffen wurde, ist für die Anwohner allerdings oft nicht klar. Bei Parallelstraßen wie der Wismarschen Straße und der Dr.-Hans-Wolf-Straße wird nur letztere auch von Hand gereinigt. Der Grund: In der Wismaschen Straße wird überwiegend in Parkbuchten geparkt. Hier obliegt die Reinigung den Anliegern.
Immer wieder kommt Unmut über schmutzige Straßenränder und verstopfte Abläufe auf. Besonders im Herbst bleibt unter den Autos viel Laub liegen, das bei Nässe rutschig wird oder verhindert, dass Regenwasser abläuft. „Wenn wir mehr Straßen auch mit dem Handbesen reinigen sollen, muss die Stadt uns damit beauftragen”, so Martin Schulze. „Das Problem ist dem Eigenbetrieb SDS Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Schwerin bekannt, die Kriterien für die Straßenreinigung werden derzeit überarbeitet.”
Richtig sauber wird der Rinnstein allerdings nur, wenn keine Autos den Weg versperren. Auch mit dem Handbesen wird aus versicherungsrechtlichen Gründen nur zwischen den Fahrzeugen gekehrt. Darum wäre einmal im Monat eine vorübergehende Straßensperrung notwendig. Dies ist in einigen anderen Städten bereits üblich.