hauspost: Herr Hartung, haben Sie das Gefühl, dass sich die Bürgerinnen und Bürger für die Trennung von Restmüll und Bioabfällen wirklich interessieren?

Hartung: Davon bin ich absolut überzeugt. Allein in einer Woche - nachdem bekannt wurde, dass die SAS künftig die braune Tonne bewirtschaftet - haben uns über 700 Anrufe erreicht. Es wurden zahlreiche allgemeine Fragen zu dem Behältertausch, den Behältern, den Behältergrößen, zum Entsorgungsrhythmus gestellt. Die Trennung von Müll liegt den Schwerinerinnen und Schwerinern ganz offensichtlich am Herzen.

hauspost: Herr Dankert, müssen wir jetzt damit rechnen, dass durch die Bereitstellung der Behälter zusätzliche Kosten auf den Bürger zukommen?

Dankert: Nein, die Behälter sind nicht kostenpflichtig.

hauspost: Viele Bürger fragen nach den Behältergrößen. Wird sich da etwas ändern?

Hartung: Ja, wir bieten zwei Größen an. Die herkömmliche 120-Liter-Tonne und die 240-Liter-Tonne. Wir versuchen, hier die Wünsche unserer Kunden zu berücksichtigen, bitten aber um Verständnis, denn derzeit müssen wir parallel eine komplett neue Übersichtsliste erstellen, wo die braunen Tonnen bisher durch unseren Vorgänger im Einsatz waren. Hinzu kommen viele Neubestellungen. Wir erarbeiten gerade sehr intensiv zusammen mit der SDS, dem Eigenbetrieb der Stadt, eine aktuelle Übersicht.

hauspost: In welchem Zyklus wird die braune Tonne künftig entleert?

Hartung: Alle zwei Wochen - das ist der übliche Entleerungsrhythmus in den meisten Gebietskörperschaften. Für Bioabfall ist diese Regel aus der Erfahrung anderer Städte gut geeignet.

hauspost: Werden die Biosäcke mit dem Aufstellen der neuen Tonnen abgeschafft?

Dankert: Das ist nicht geplant. Die Biosäcke wird es auch weiterhin geben. Wie in der Vergangenheit können die Biosäcke zu den Behältern hinzugestellt werden. Die SAS holt die Biosäcke dann ab.

hauspost: Wozu brauchen die Tonnen künftig einen Chip, was liest dieser aus?

Hartung: Der Chip hat lediglich die Funktion, eine Abrechnungsgrundlage für die Anzahl der entleerten Behälter mit der Stadt zu schaffen. Jeder Behälter wird einzeln gezählt.
So können wir tatsächlich auch jeden Behälter einer Immobilie zuordnen. Das schafft zusätzliche Übersichtlichkeit, die wir derzeit leider noch nicht haben.

hauspost: Werden die Bürgerinnen und Bürger noch gesondert benachrichtigt?


Hartung: Es gibt keine gesonderte Benachrichtigung über den konkreten Zeitpunkt der Bereitstellung der neuen Bioabfallbehälter an die Haushalte. Wir nutzen die Medien dafür. Außerdem liegen die Listen im Kundenservice der SAS und der SDS vor. Ein Hinweis deshalb noch: Die alten Behälter werden erst mit dem letzten Entsorgungstag des Jahres von der Firma Heck-Humus abgeholt. Insofern werden einige Straßen über verschiedene Wochen vielleicht mehr als einen Behälter stehen haben. Für uns ist es wichtig, dass unsere Kunden zu keiner Zeit auf ihre Bio-tonne verzichten müssen.Interview: hh

Hinweis: Wann die neuen Biotonnen in den Stadtteilen aufgestellt werden, finden Sie unter www.sas-schwerin.de