Höchste Qualitätsansprüche

Markus Lange erläutert den Materialfluss in der Anlage und prüft am Ende den Frischkompost (Foto rund l.) Fotos: maxpress/srk
Markus Lange erläutert den Materialfluss in der Anlage und prüft am Ende den Frischkompost (Foto rund l.) Fotos: maxpress/srk

Wasserstoff soll künftig die Entsorgungsfahrzeuge antreiben und den Kohlendioxid-Ausstoß reduzieren

Schwerin • In der Bioabfallverwertungsanlage (BAVA) der Schweriner Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungsgesellschaft mbH (SAS) im Gewerbegebiet Göhrener Tannen wird rund um die Uhr produziert. Hier entsteht aus den biologischen Haushaltsabfällen neben Strom zertifizierter Biokompost in fester und flüssiger Form. Gegenwärtig läuft eine noch strengere Zertifizierung, nach der ein Einsatz des Flüssigkompostes auch auf Naturland-Flächen möglich ist.

Der Frischkompost und der Flüssigkompost sind schon seit mehreren Jahren nach der EU-Öko-Verordnung zertifiziert. Während der Frischkompost vor allem bei Kleingärtnern sowie Garten- und Landschaftsbaubetrieben beliebt ist, wird der Flüssigkompost zumeist in der Landwirtschaft eingesetzt. Mit der gerade laufenden Zertifizierung geht die SAS in Sachen Produktqualität noch einen Schritt weiter: „Naturland gilt weltweit als einer der größten Bio-Anbauverbände. Entsprechend streng sind die Kriterien und gesetzlichen Vorgaben“, erläutert BAVA-Betriebsleiter Markus Lange. So dürfen beispielsweise Fremdstoffe – wie Glas, Metall, Folie oder Hartkunststoff – auf weniger als 10 Quadratzentimetern pro Liter Kompost enthalten sein. „Unser durchschnittlicher Wert liegt bei etwa fünf Quadratzentimetern“, sagt Markus Lange. Jeden Monat kommen Mitarbeiter eines unabhängigen Labors zur BAVA, ziehen Proben und nehmen diese zur Untersuchung mit. „Die Auswertung legen wir dann den Landwirten zur Bestätigung der Qualität vor“, erklärt der Betriebsleiter. Seiner Ansicht nach kann die Qualität nur dann gesichert werden, wenn in die braunen Tonnen keine Fremdstoffe gelangen. Für das Einhalten der Grenzwerte und einen besonders feinen Frischkompost hat die SAS eine neue Siebtrommel angeschafft. Durch ihre Löcher passt nicht einmal ein 1-Cent-Stück (Foto rund r.). Beim Verarbeiten von Grünschnitt sind die Öffnungen in der Siebtrommel mit 20 Millimetern doppelt so groß. „Mit unserer Anlage schließen wir den Stoffkreislauf und leisten einen wichtigen Beitrag für den Umweltschutz“, meint Markus Lange. Er hofft auf eine baldige Bestätigung durch die Zertifizierungsbehörde, da der Naturland- Kompost bereits nachgefragt wird.

srk

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