EU-Austauschschüler zu Gast
Schwerin • Henriette Boelssen (Foto unten) ist 16 Jahre alt. Sie besucht in der Niels-Stensen-Schule die 10. Klasse. Zusammen mit ihrer Mitschülerin Lara und anderen war sie an der Organisation des Aufenthalts einer Schulklasse aus der italienischen Stadt Jesi beteiligt. Grundlage bildet Erasmus plus. Das ist ein EU-Programm zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport in Europa. Schwerpunkte des Programms sind soziale Inklusion, der grüne und der digitale Wandel sowie die Förderung der Teilhabe junger Menschen am demokratischen Leben.
„Wir beschäftigen uns im Rahmen der Agenda 2030 mit dem Ziel 12. Dabei geht es unter anderem um verantwortungsvollen Konsum, das heißt, die Förderung von nachhaltigem Konsum und die effiziente Nutzung von Ressourcen. Das Ziel beinhaltet auch die Abfallreduktion. Also Abfallvermeidung, Recycling und die Umstellung auf umweltfreundliche Produktionsverfahren“, erklärt die Schülerin. Durch eine Freundin ist sie auf die Idee gekommen, mit den Gästen die SAS zu besuchen.
„Wir unterstützen das Engagement von jungen Menschen, die mehr über das Recycling erfahren möchten. Auf unserem Wertstoffhof und in der Umschlaghalle können sie sehen, wie wir das entsorgte Material für die Weiterverarbeitung vorbereiten“, erläutert SAS-Geschäftsführer Andreas Lange (Foto oben, r.), der sich anschließend die Zeit nahm, den rund 30 Schülern die Abläufe in der Bioabfallverwertungsanlage zu erklären. Beatrix Gabel, Lehrerin an der Niels-Stensen-Schule, organisiert seit 2018 Schulpartnerschaften, die über das Erasmus-Programm gefördert werden. „Das bedeutet, dass wir Projektwochen vorbereiten, in denen sich die Schüler inhaltlich mit einem wichtigen Thema auseinandersetzen, aber auch selbstsicherer in ihrer Kommunikation auf Englisch werden. Wir haben uns nach dem Unterricht oder in Pausen getroffen, um die Themen vorzubereiten. Die Schüler waren sehr aktiv beteiligt. Das finde ich großartig“, resümiert Beatrix Gabel.
Für den Herbst ist ein Gegenbesuch in Jesi geplant. Die Schüler aus Schwerin sind schon gespannt darauf, wie die Abfall- und Recyclingwirtschaft in Italien funktioniert.
maxpress/srk