Neue Pläne für alte Sachen

SAS übernimmt zum 1. Mai Bewirtschaftung von 45 Altkleider-Behältern in Schwerin
SAS übernimmt zum 1. Mai Bewirtschaftung von 45 Altkleider-Behältern in Schwerin, Foto: maxpress/srk

Schwerin • Der Altkleidermarkt ist aufgrund sinkender Absatzpreise, geringer Qualität der Fast-Fashion-Ware und fehlender internationaler Abnehmer weitgehend eingebrochen. Oft werden die Sammelcontainer auch als Müllkippe missbraucht, was hohe Entsorgungskosten für die Stadt Schwerin verursacht.

Eine neue EU-Richtlinie schreibt die Getrenntsammlungspflicht vor, wonach Kleidung und Textilien nicht mehr im Hausmüll entsorgt werden dürfen. Damit soll die Recyclingquote von Alttextilien in der EU verbessert werden. Da die Sammlung nun häufig nicht mehr rentabel ist, bauen Hilfsorganisationen und Unternehmen ihre Container ab und haben die Kooperationsvereinbarungen kündigen müssen. Auch in der Landeshauptstadt ist das Problem in diesem Segment sichtbar. Deshalb hat der SDS Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Schwerin die SAS mit der Bewirtschaftung der Behälter beauftragt. Start ist am 1. Mai. „Von diesem Zeitpunkt an werden wir 45 in Schwerin aufgestellte Behälter bewirtschaften“, erklärt SAS-Geschäftsführer Andreas Lange. Dazu erhalten die Container in den nächsten Tagen einen SAS-Aufkleber. Die Entleerung erfolgt testweise alle zwei Wochen, um den genauen Bedarf zu ermitteln. „Unsere kleinen Fahrzeuge sind ohnehin im Stadtgebiet unterwegs und können diese Aufgabe übernehmen“, erläutert Andreas Lange diese effiziente Lösung für das Altkleiderproblem. Auch auf dem Wertstoffhof in der Ludwigsluster Chaussee (Foto) besteht für die Bewohner Schwerins die Möglichkeit, ihre Tüten mit den nicht mehr benötigten Kleidungsstücken abzugeben. Die Kleiderkammern in der Perleberger Straße, Güstrower Straße und im Ziegeleiweg können weiterhin besucht werden.
Die Säcke werden anschließend in eine Sortieranlage gebracht und verschiedenen Fraktionen zugeordnet. So gelangen die hochwertigen Sachen in Second-Hand-Shops. Was nicht mehr tragbar ist, wird unter anderem zur Herstellung von Dämmstoffen für die Autoindustrie oder als Putzlappen weiterverwendet. So bleibt das Material im Wertstoffkreislauf. „Wir freuen uns über diese gemeinsame Lösung“, sagt SDS-Werkleiterin Ilka Wilczek.

maxpress/srk

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